Squishies selber machen

Squishies selber machen: die Papier-Variante, die wirklich matschig wird

📋 Schritt-für-Schritt Anleitung

Squishies selber machen: die Papier-Variante, die wirklich matschig wird

Mit Papier, Klebeband und einer Füllung, an die kaum jemand denkt – für unter einen Euro pro Stück und in 25 Minuten fertig.

Squishies selber machen — mehrere fertige bunte Papier-Squishies liegen auf dem Tisch
Vier Stück in einem Nachmittag – der Erdbeer-Squishy war der erste, der geklappt hat — Eigene Projektfotos

Der erste war ein Kissen.

Hart, prall, sprang sofort zurück – überhaupt nicht matschig. Wir hatten ihn brav nach Anleitung gebastelt, und ich habe zwanzig Minuten gebraucht, um zu kapieren, was falsch war: Es lag nicht am Papier und nicht am Klebeband. Es lag an der Watte. Beim Squishies selber machen ist die Füllung nämlich nicht dazu da, das Ding voll zu machen. Sie ist dazu da, nachzugeben und nicht zurückzufedern. Und Watte macht genau das Gegenteil: Sie federt.

Diesen einen Satz kannst du dir merken, dann brauchst du die halbe Anleitung nicht: Die Hülle muss nachgeben, die Füllung darf nicht federn. Alles andere ist Deko.

Und der Grund, warum ich überhaupt angefangen habe: Der Fernseher lief seit dem Frühstück, und ich wollte nicht mehr diskutieren, sondern etwas auf den Tisch legen, das interessanter ist als ein Bildschirm. Papier, Filzstifte und eine Rolle Paketklebeband haben es tatsächlich geschafft.

Was dabei entsteht – und warum es bei uns funktioniert hat

Du bekommst ein flaches, handtellergroßes Kissen-Objekt mit glänzender Oberfläche, das sich zwischen zwei Fingern auf etwa die Hälfte zusammendrücken lässt und dann langsam zurückkommt. Es macht ein leises Knistern. Es sieht aus wie das Motiv, das dein Kind gezeichnet hat – Erdbeere, Avocado, Pinguin, Toastbrot mit Gesicht.

Der ehrliche Vergleich zum gekauften Squishy: Ein Papier-Squishy ist flacher und knistert, ein gekaufter ist dreidimensional und stumm. Er hält bei uns zwei bis vier Wochen intensives Kneten aus, dann sind die Kanten durch. Dafür kostet er ungefähr 20 Cent, und dein Kind hat ihn wirklich selbst gemacht – es gibt keinen Schritt, bei dem du „lass mich mal“ sagen musst.

Bei uns hat das den Nachmittag getragen, weil nach dem ersten fertigen Stück sofort das nächste Motiv gezeichnet wurde. 25 Minuten pro Squishy, und dann kommen Ideen. Wenn du es lieber richtig weich und dreidimensional willst wie im Laden, findest du weiter unten die Silikon-Route – die ist aber eine andere Art von Projekt.

Schwierigkeit

⭐ Anfänger – kein Vorwissen nötig

Zeit

25 Min. pro Squishy, mit Aufräumen unter 1 Stunde

Kosten

ca. 3–5 € Erstausstattung, danach ca. 20 Cent pro Stück

Für wen

ab 5–6 Jahren mit Hilfe beim Ausschneiden, ab 8 selbstständig

🛒 Das brauchst du (für ein Squishy von etwa 10 cm)

2 Blatt normales Druckerpapier, 80 g/m². Hast du wahrscheinlich da; 500 Blatt kosten ca. 5–6 €. Kein Backpapier und kein Fotopapier – auf beiden hält Klebeband schlecht.

1 Rolle breites, transparentes Paketklebeband, 48 mm × 66 m. Baumarkt oder Supermarkt, ca. 1,50–3 €. Reicht für 10 bis 15 Squishies. Die breite Rolle ist wichtig: Mit 19-mm-Tesafilm brauchst du dreimal so viele Streifen und bekommst dreimal so viele Falten.

Füllung: 2–3 Blatt Küchenpapier – ja, wirklich, das ist der ganze Trick. Alternativ ein feinporiger Haushaltsschwamm (3er-Pack ca. 1–2 €), in dünne Streifen geschnitten.

Optional: eine kleine Handvoll Füllwatte als Beimischung, 250 g ca. 4–6 € im Bastelladen. Mehr als ein Drittel der Füllung sollte es nicht sein – warum, steht in Schritt 4.

Filzstifte oder Buntstifte in den Farben des Motivs. Wachsmalstifte gehen nicht gut, die schmieren unter dem Klebeband.

Werkzeug: Schere, Bleistift, ein Lineal oder eine alte Scheckkarte zum Glattstreichen des Klebebands.

Kurz und ernst gemeint: Sicherheit

Die Schere ist das einzige echte Werkzeug hier – und sie muss trotzdem scharf sein, weil stumpfe Scheren beim Papierschneiden abrutschen. Kinder unter 8 schneiden am besten mit einer Kinderschere mit abgerundeter Spitze, und du übernimmst die engen Kurven. Immer im Sitzen schneiden, nie im Gehen.

Fertige Squishies sind kein Spielzeug für Kleinkinder. Ein Papier-Squishy geht irgendwann kaputt, und dann sind zerknülltes Küchenpapier, Wattefetzen und Klebebandstücke im Spiel – alles Dinge, die nichts in einem Kindermund zu suchen haben. Bei Geschwisterkindern unter 3 gehören die Squishies also außer Reichweite, sobald sie eingerissen sind.

Wenn du die Ballon-Variante aus der Variationen-Box machst: Für Luftballons gilt in der EU eine Pflichtwarnung – Kinder unter 8 Jahren müssen beim Spielen beaufsichtigt werden, weil geplatzte Ballonteile eine Erstickungsgefahr sind. Das ist keine Formalie. Nicht aufgeblasene Ballons und Fetzen gehören sofort weggeräumt. Und bei der Silikon-Route weiter unten: Herstellerangaben und Altersfreigabe lesen, Handschuhe tragen, Erwachsener bleibt dabei.

Squishies selber machen: Schritt für Schritt aus Papier

Mehr braucht es nicht – und das Küchenpapier ist die Hauptrolle — Eigene Projektfotos

Schritt 1: Motiv zeichnen – und zwar bewusst rundlich (5 Minuten)

Papier einmal in der Mitte falten, das Motiv auf die obere Lage zeichnen und beide Lagen zusammen ausschneiden. So bekommst du zwei exakt gleiche Hälften, ohne zweimal zeichnen zu müssen. Größe: 8 bis 12 cm sind ideal – kleiner wird beim Füllen fummelig, größer wird schlapp.

Der Hinweis, der die meisten Fehlversuche verhindert: Vermeide spitze Zacken und schmale Fortsätze. Ein Stern mit fünf Spitzen sieht auf dem Papier super aus und ist beim Verkleben ein Albtraum, weil das Klebeband an jeder Spitze Falten wirft und dort später aufreißt. Erdbeere, Wolke, Donut, Katzenkopf, Toastbrot – runde Formen mit weichen Ecken.

Wenn es nicht klappt: Wenn die beiden Hälften am Ende doch nicht deckungsgleich sind, leg sie aufeinander und schneide die Überstände in einem Zug nach. Zwei Millimeter Unterschied merkt man nachher nicht.

Schritt 2: Jetzt bemalen – nicht später (5 Minuten)

Beide Hälften anmalen, solange das Papier noch nackt ist. Das ist keine Geschmacksfrage, sondern Technik: Wasserlösliche Filzstifte trocknen auf Klebeband nicht richtig und schmieren dann bei jedem Drücken. Wer erst laminiert und dann malt, hat einen verschmierten Squishy.

Woran du erkennst, dass es trocken ist: Die Filzstiftfläche wirkt matt statt glänzend, und wenn du mit dem Finger vorsichtig darüberstreichst, bleibt keine Farbe daran. Bei kräftig ausgemalten Flächen dauert das zwei bis drei Minuten.

Wenn es nicht klappt: Wenn schon Farbe verschmiert ist, malen viele Kinder einfach eine Kontur drüber und es sieht absichtlich aus. Bei uns wurde aus einem verwischten Erdbeer-Fleck ein Erdbeermarmelade-Squishy. Das war die Idee des Kindes, nicht meine.

Schritt 3: Ränder verkleben – und dabei um die Kante greifen (5 Minuten)

Beide Hälften mit den bemalten Seiten nach außen aufeinanderlegen. Jetzt den Rand mit Klebeband verschließen – und hier steckt der Fehler, der bei fast allen passiert: Das Band darf nicht flach auf einer Seite liegen, sondern muss um die Kante herumgreifen und auf beiden Seiten kleben. Also Streifen etwas breiter als der Rand aufkleben, um die Kante ziehen, auf der Rückseite andrücken.

Lass eine Öffnung von etwa 3 cm frei – am besten an einer geraden Stelle, nicht in einer Kurve.

Wenn es nicht klappt: Löst sich das Band an den Rändern, war es nur auf einer Seite verklebt. Einfach einen zweiten Streifen darüber, diesmal um die Kante. Falten im Klebeband kannst du mit dem Lineal oder der Scheckkarte glattstreichen – von der Mitte nach außen.

Schritt 4: Füllen – hier entscheidet sich alles (5 Minuten)

Das ist der Schritt, an dem mein erster Squishy zum Kissen wurde. Also langsam:

Nimm zwei bis drei Blatt Küchenpapier, reiß jedes in etwa vier Stücke und knülle jedes Stück locker zusammen – so, dass es noch nachgibt, wenn du zudrückst. Nicht zu Kügelchen pressen. Diese Knüllstücke einzeln durch die Öffnung schieben, zuerst in die Ecken, dann in die Mitte.

Und dann: aufhören, bevor es voll ist. Der Squishy soll sich anfühlen wie ein halb gefülltes Kissen, nicht wie ein pralles. Wenn du unsicher bist, nimm ein Drittel weniger, als dein Gefühl sagt.

Warum ausgerechnet Küchenpapier: Watte ist elastisch – sie speichert die Druckenergie und schnippt zurück. Genau das macht das Kissen-Gefühl. Zerknülltes Küchenpapier und feinporiger Schaumstoff dagegen knicken beim Drücken ein und richten sich nur langsam wieder auf. Das ist der langsame Rückgang, den man von gekauften Squishies kennt.

Wenn es nicht klappt: Zu hart und springt zurück – Öffnung wieder aufmachen und ein Drittel der Füllung rausnehmen. Bleibt platt liegen und kommt nicht zurück – ein bis zwei Knüllstücke nachschieben, aber gefühlt zu wenig statt zu viel.

Squishies selber machen
Der kritische Schritt: locker knüllen und weniger nehmen, als man denkt — Eigene Projektfotos

💡 Insider-Tipp für Schritt 4: der Daumentest

Bevor du die Öffnung zuklebst, drück den Squishy zwischen Daumen und Zeigefinger zusammen. So soll er sich anfühlen: Er gibt auf etwa die Hälfte nach, und wenn du loslässt, kommt er in zwei bis drei Sekunden langsam zurück. Schnippt er sofort zurück, ist zu viel Watte drin. Bleibt er platt, fehlt Füllung.

Die Mischung, die bei uns am besten war: etwa zwei Drittel zerknülltes Küchenpapier, ein Drittel Füllwatte. Das Küchenpapier gibt den langsamen Rückgang, die Watte verhindert, dass es sich innen klumpig anfühlt. Reine Watte niemals – reines Küchenpapier geht dagegen völlig in Ordnung und ist die Variante, mit der du anfangen solltest.

Schritt 5: Öffnung schließen und rundum „laminieren“ (5 Minuten)

Öffnung zukleben, wieder um die Kante greifend. Dann den ganzen Squishy mit überlappenden Klebebandstreifen überziehen – erst eine Seite, dann die andere, jeder Streifen etwa 5 mm über den vorherigen. Nach jedem Streifen mit dem Lineal von der Mitte nach außen glattstreichen, damit keine Luftbläschen bleiben.

Das ist nicht nur Optik: Die Klebebandhülle trägt beim Drücken die Belastung, nicht das Papier. Deshalb reißen unvollständig überzogene Squishies nach ein paar Tagen ein und vollständig überzogene halten wochenlang.

Woran du erkennst, dass es fertig ist: Die Oberfläche fühlt sich durchgehend glatt und leicht glänzend an, und wenn du mit dem Fingernagel über den Rand fährst, hakt nichts.

Wenn es nicht klappt: Falten und Bläschen sind normal, gerade beim ersten Stück. Mit dem Fingernagel oder der Scheckkarte kräftig darüberstreichen – die meisten verschwinden. Was bleibt, sieht nach zwei Tagen Knautschen ohnehin niemand mehr.

Schritt 6: Fertig – und was du damit machen kannst

Das war’s. Wenn dein Kind jetzt drückt und der Squishy langsam zurückkommt, hast du genau das getroffen, wofür ich beim ersten Mal drei Versuche gebraucht habe. In 25 Minuten, mit Material aus der Küche, für etwa 20 Cent.

Haltbarkeit: Bei uns zwei bis vier Wochen intensives Kneten, dann brechen die Kanten. Ein neuer Streifen Klebeband über die Bruchstelle verlängert das um eine Woche oder zwei, danach wird es zäh. Trocken lagern – Feuchtigkeit macht die Füllung platt und sie kommt nicht mehr zurück.

⚠️ Das machen Anfänger falsch

1. Nur Watte als Füllung nehmen. Ergebnis: ein Kissen, das zurückschnippt. Lösung: zerknülltes Küchenpapier als Basis, Watte höchstens als Drittel dazu.

2. Überfüllen. Prall gefüllt gibt nichts mehr nach, und das Papier reißt an den Nähten. Lösung: aufhören, wenn es sich halb voll anfühlt. Rausnehmen geht später auch noch.

3. Klebeband nur auf einer Seite aufkleben. Dann löst sich der Rand nach zwei Tagen. Lösung: jeder Streifen greift um die Kante auf beide Seiten.

4. Erst laminieren, dann malen. Filzstift trocknet auf Klebeband nicht und schmiert. Lösung: immer zuerst malen, trocknen lassen, dann überziehen.

5. Backpapier, Fotopapier oder Zeitungspapier nehmen. Auf Backpapier hält Klebeband kaum, Zeitungspapier reißt sofort. Lösung: normales Druckerpapier, 80 g/m². Das langweiligste Papier ist hier das beste.

Squishy aus Schwamm selber machen – die 10-Minuten-Variante

Wenn es schnell gehen muss oder ein Kind noch nicht sauber schneiden kann: Nimm einen feinporigen Haushaltsschwamm, schneide grob eine Form daraus (Herz, Wolke, Donut) und überzieh ihn komplett mit dem gleichen transparenten Klebeband. Fertig.

Das Ergebnis ist dem gekauften Squishy näher als die Papier-Variante, weil Schaumstoff genau dieses langsame Zurückkommen mitbringt. Der Nachteil: Du kannst ihn nicht bemalen – Filzstift zieht im Schwamm zu Flecken. Wer Farbe will, klebt bemalte Papierteile als Deckschicht auf, bevor das Klebeband drüberkommt.

🎨 Variationen

Squishy als Stiftaufsatz: ein kleines Squishy von 4–5 cm ganz flach füllen und mit doppelseitigem Klebeband oben am Stift befestigen, dann rundum mit einem Streifen sichern. Flach füllen ist Pflicht – sonst wird der Stift kopflastig und kippt beim Schreiben.

Knautschball aus Luftballon: einen Ballon mit Mehl oder Speisestärke füllen (Trichter aus Papier hilft), Luft rausdrücken, verknoten – und dann einen zweiten Ballon als Außenhülle darüberziehen. Der zweite Ballon ist nicht optional, er fängt genau den Fall ab, dass die Innenhülle einen feinen Riss bekommt. Warnhinweis zu Ballons siehe Sicherheitsbox.

Gel-Squishy im Beutel: einen kleinen Gefrierbeutel mit Zipp zur Hälfte mit Haarspülung oder Handcreme füllen, Luft komplett herausdrücken, verschließen – und in einen zweiten Beutel packen. Fühlt sich völlig anders an: kühl und zäh statt luftig.

Glitzer und Washi Tape: statt transparentem Paketklebeband durchsichtiges Glitzer-Klebeband nehmen (ca. 2–4 € pro Rolle) oder einzelne Washi-Streifen als Muster unter die transparente Schicht legen.

Größe variieren: Unter 6 cm wird das Füllen frickelig, über 15 cm hängt der Squishy durch. Der Bereich, in dem es zuverlässig gut wird, liegt bei 8 bis 12 cm.

Squishies selber machen mit Flüssigsilikon – die andere Route

Wann sich ein Set lohnt – und was du vorher wissen solltest

Wenn dein Kind einen Squishy will, der sich wirklich anfühlt wie gekauft – dreidimensional, superweich, ohne Knistern –, führt der Weg über Zweikomponenten-Silikon. Das ist ein anderes Projekt: mehr Chemie, mehr Aufsicht, aber auch ein Ergebnis, das monatelang hält.

So läuft es ab: Komponente A und B im Verhältnis 1:1 abmessen – nach Gewicht oder Volumen, dafür sind Messbecher dabei –, Pigment dazu, drei bis fünf Minuten rühren, in die Form gießen. Bei etwa 25 °C Raumtemperatur dauert das Aushärten ungefähr eine bis zwei Stunden. In einem kalten Zimmer deutlich länger, das ist normal und kein Fehler.

Der Insider-Punkt, der in keiner Packungsbeilage fett gedruckt steht: Diese Silikone härten nicht aus, wenn sie mit Schwefel, Zinn oder Aminen in Berührung kommen – konkret heißt das keine Latexhandschuhe, keine Knete als Unterlage, keine Reste von Epoxidharz in der Rührschale. Nimm Nitril- oder PE-Handschuhe. Die klebrige Oberfläche, über die Leute in Bewertungen klagen, kommt fast immer daher oder von einem falschen Mischverhältnis – und dann lässt sich nichts mehr retten, die Portion ist hin. Deshalb: erst eine kleine Testmenge, dann die große.

Zum Entformen hilft ein Trennmittel wie Vaseline oder Babyöl in der Form, und lösen geht am besten unter Seifenwasser, vorsichtig in eine Richtung.

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Highttoy Leuchtender Flüssigsilikon Squishy Bastelset, 480 ml, 9 Formen, ab 6 Jahren

Preis: ca. 25–35 € (Stand kann abweichen)

480 ml A/B-Silikon sind für ein Kind eine ganze Menge – bei uns waren es sechs Squishies plus zwei misslungene Testportionen, und es war noch was übrig. Die neun Formen sind der eigentliche Wert: Nach dem dritten Mal will kein Kind mehr die gleiche Pfote gießen. Die Textur ist tatsächlich superweich, deutlich näher am gekauften Squishy als alles aus Papier. Ehrliches Wort zur Schwäche: Der Leuchteffekt ist bescheiden – er muss unter Licht „aufgeladen“ werden und ist nach wenigen Minuten im Dunkeln fast weg; als Kaufgrund würde ich ihn nicht nehmen. Und das exakte 1:1-Abmessen ist für ein Sechsjähriges zu viel: Diesen Schritt machst du, das Kind rührt und färbt.

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Highttoy Leuchtender Flüssigsilikon Squishy Bastelset, 480 ml, 6 Formen, ab 6 Jahren

Preis: ca. 20–30 € (Stand kann abweichen)

Das ist die kleinere Geschwister-Variante des Sets oben: gleiche Silikonmenge, gleiche Verarbeitung, drei Formen weniger. Wenn du testen willst, ob dein Kind überhaupt Lust auf das Gieß-Thema hat, ist das die vernünftigere Einstiegsgröße – und für ein Geburtstagsgeschenk reicht es völlig. Ehrliches Wort zur Schwäche: Vergleich vor dem Kauf den Preis pro Form mit der 9er-Version, der Unterschied ist manchmal winzig – dann lohnt die größere. Und kauf auf keinen Fall beide: Silikon hält geöffnet nicht unbegrenzt, laut Herstellerangaben etwa ein Jahr bei richtiger Lagerung, und 960 ml bekommt kein Kind weg.

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Naxudcoo Squishy Bastelset mit Auto-Inflation, 8 Ballons und Zubehör, ab 6 Jahren

Preis: ca. 15–25 € (Stand kann abweichen)

Das funktioniert anders als die Silikon-Sets und ist deshalb interessant: Hier entstehen Squishies über gefüllte Ballonhüllen, also im Prinzip die aufgeräumte Version unserer Ballon-Variante aus der Variationen-Box – nur mit Aufblashilfe statt Puste und mit Deko-Zubehör. Für Kinder, die lieber zusammenbauen als rühren und warten, ist das der passendere Weg, und es geht in Minuten statt Stunden. Ehrliches Wort zur Schwäche: Acht Ballons sind acht Ballons – danach ist das Set ein Zubehörkasten und du brauchst Nachschub. Und Ballons bleiben Ballons: Für Latexballons gilt die EU-Pflichtwarnung, dass Kinder unter 8 Jahren beaufsichtigt werden müssen, weil geplatzte Teile eine Erstickungsgefahr sind. Bei Geschwistern im Kleinkindalter würde ich das Set nur in Erwachsenengegenwart auspacken.

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Nötig ist von all dem nichts – die Papier-Anleitung oben kostet 20 Cent und funktioniert am Küchentisch. Das hier ist nur, was bei uns außerdem im Schrank steht.

Squishies selber machen
Merk dir die Anleitung für den nächsten Regennachmittag 

Häufige Fragen

Wie lange dauert es wirklich?

Für das erste Papier-Squishy realistisch 30 bis 35 Minuten, weil du beim Klebeband noch fummelst. Ab dem zweiten sind es 20 bis 25, und ein Achtjähriges schafft es dann alleine. Die Schwamm-Variante dauert 10 Minuten. Die Silikon-Route ist eine andere Größenordnung: 15 Minuten Arbeit plus ein bis zwei Stunden Aushärten bei etwa 25 °C – in einem kühlen Zimmer auch mal drei. Das heißt: Silikon ist kein Projekt für einen Nachmittag, an dem sofort ein Ergebnis her muss.

Kann ich Material ersetzen?

Beim Klebeband: Breites Paketklebeband ist deutlich im Vorteil, aber schmaler Tesafilm geht auch – du brauchst dann mehr Streifen und bekommst mehr Falten. Selbstklebende Kaltlaminierfolie funktioniert ebenfalls und sieht glatter aus, kostet aber mehr. Bei der Füllung: zerknülltes Küchenpapier, Klopapier, feinporiger Schaumstoff, dünn geschnittener Schwamm – alles gut. Styropor-Kügelchen knistern nett, sind aber statisch aufgeladen und fliegen durchs Zimmer. Beim Papier würde ich nicht experimentieren: Backpapier und Fotopapier nehmen kein Klebeband an, Zeitungspapier reißt.

Was, wenn ein Schritt misslingt?

Fast alles ist reparierbar, und zwar auch noch am Ende: Zu prall gefüllt – Klebeband an einer Stelle aufschneiden, Füllung rausnehmen, neu verschließen. Zu platt – nachschieben. Eingerissen – Streifen drüber. Verschmierte Farbe – Kontur drübermalen oder als Absicht verkaufen. Unser erster war ein Kissen, unser zweiter hatte eine Delle, und beide wurden trotzdem wochenlang benutzt. Es muss nicht aussehen wie auf TikTok. Material für ein neues kostet 20 Cent, das ist der beste Teil an diesem Projekt.

Ab welchem Alter können Kinder Squishies selber machen?

Papier-Squishies gehen ab etwa 5 bis 6 Jahren, wenn du das Ausschneiden der engen Kurven übernimmst und beim Klebeband hilfst – das Zeichnen, Malen und Füllen macht das Kind komplett selbst. Ab 8 läuft es allein, weil dann das saubere Umkleben der Kanten klappt. Die Ballon-Variante braucht Aufsicht bis 8, siehe Sicherheitsbox. Die Silikon-Sets sind vom Hersteller ab 6 freigegeben, aber das Abmessen im Verhältnis 1:1 ist Erwachsenenarbeit – realistisch mischt das Kind ab etwa 10 selbst.

Kann man einen wirklich weichen Squishy wie im Laden selber machen?

Mit Papier nicht ganz – ein Papier-Squishy bleibt flacher und knistert, weil die Hülle nun mal Papier und Klebeband ist. Näher dran kommst du mit dem Schwamm-Squishy, weil Schaumstoff genau das langsame Zurückkommen mitbringt. Und richtig identisch wird es nur mit Zweikomponenten-Silikon, siehe Abschnitt oben. Was du dagegen in jeder Variante beeinflussen kannst, ist das Wichtigste: Die Hülle muss nachgeben, und die Füllung darf nicht federn. Ein Squishy fühlt sich nicht deshalb teuer an, weil viel drin ist – sondern weil wenig drin ist und das Wenige langsam zurückkommt.

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Stefanie

Kreativ-Bloggerin für Familie und Kinder. Hier gibt es Projekte, die am Küchentisch wirklich funktionieren – vom Squishies selber machen bis zu Bastelideen für Regennachmittage: ausprobiert, mehrfach verbockt und mit ehrlichen Angaben zu Mengen, Kosten und Sicherheit.

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