Nikolaus Geschenk Ideen: Warum der Stiefel die beste Erfindung überhaupt ist
30 Ideen nach Alter sortiert, ein realistisches Budget – und der Gedanke, der dir drei Wochen später an Heiligabend hilft.
Der Stiefel war zu klein.
Also habe ich eine Tüte danebengestellt. Und weil die Tüte dann so allein aussah, kam noch ein kleiner Karton dazu. Am Morgen des 6. Dezember stand meine Tochter vor einem Berg, hat alles ausgepackt und war innerhalb von zehn Minuten fertig damit.
Drei Wochen später, an Heiligabend, kam die Frage: „Ist das alles?“
Bei den Nikolaus Geschenk Ideen geht es deshalb meiner Meinung nach weniger darum, was man findet – sondern darum, wie viel hineinpasst. Der Stiefel ist die beste Erfindung an diesem Tag: Er begrenzt automatisch. Wer nur füllt, was hineingeht, kann gar nicht übertreiben. Das Problem beginnt erst in dem Moment, in dem man anfängt, Dinge danebenzustellen.
Und dahinter steckt der Gedanke, der mir seitdem wirklich hilft: Nikolaus ist die Generalprobe für Weihnachten. Wer am 6. Dezember groß anfängt, muss am 24. noch größer werden. Wer klein anfängt, hat drei Wochen später mit weniger mehr Wirkung.
Warum mich das Thema beschäftigt
Weil ich mich Jahr für Jahr in dieselbe Spirale hineingesteigert habe. In den Elterngruppen im Netz stehen im Dezember Fotos von Stiefeln, neben denen Lego-Sets liegen, und darunter die Frage, ob das noch normal ist. Und jedes Mal antworten dreißig Leute mit „bei uns gibt es nur eine Mandarine und Nüsse“ – und dreißig andere schreiben gar nichts, weil sie sich nicht trauen.
Was mir geholfen hat, waren nicht die Kommentare, sondern zwei Zahlen. Die stehen weiter unten. Sie haben mir gezeigt, dass ich nicht knauserig bin, sondern völlig normal.
🔬 Was Umfragen und Forschung zeigen
Umfrage: YouGov für Statista, repräsentative Befragung in Deutschland
99 Prozent der Befragten füllen am Nikolaustag Stiefel. Und jetzt kommt der Teil, der entlastet: 43 Prozent füllen sie ausschließlich mit Süßigkeiten, 44 Prozent mit Süßigkeiten und Geschenken, nur 10 Prozent ausschließlich mit Geschenken. Eine Statista-Umfrage unter Eltern zeigt außerdem, dass rund ein Drittel bis zu 10 Euro pro Kind ausgibt.
Was das für dich heißt: Wenn in deinem Stiefel eine Mandarine, Schokolade und eine Kleinigkeit liegen, bist du nicht die Ausnahme – du bist die Mehrheit. Die Stiefel mit Lego daneben sind die Minderheit, sie sind nur besser fotografiert.
Umfrage: IFH Köln im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE)
Zu den beliebtesten Nikolausgeschenken zählen laut dieser Erhebung an erster Stelle Bücher, gefolgt von Schreibwaren. Rund ein Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher plant überhaupt Einkäufe zum Nikolaustag.
Was das für dich heißt: Das Buch ist nicht die langweilige Notlösung, für die es viele halten – es ist tatsächlich das, was am häufigsten im Stiefel landet. Und es hat einen praktischen Vorteil: Es passt hinein.
Studie: Vorlesemonitor 2024 – Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung; repräsentative Befragung von 815 Eltern mit Kindern von 1 bis 8 Jahren
32,3 Prozent der Kinder wird selten oder nie vorgelesen – am wenigsten den Fünf- bis Siebenjährigen, also genau in der Phase des Lesenlernens. Der Vorlesemonitor 2023 zeigte außerdem: Wenn Kinder Bücher geschenkt bekommen, ist die Chance höher, dass in der Familie überhaupt vorgelesen wird.
Was das für dich heißt: Ein Buch im Stiefel ist statistisch gesehen der Anlass, der das gemeinsame Lesen im Alltag am Leben hält. Ob du das nutzt, entscheidest du – aber es ist ein gutes Argument gegen das schlechte Gewissen, „nur“ ein Buch geschenkt zu haben.
⚡ Was du noch heute entscheiden kannst
1. Leg das Budget fest, bevor du suchst. 10 bis 15 Euro pro Kind sind der Bereich, in dem sich die meisten Familien bewegen. Wer erst stöbert und dann entscheidet, landet zuverlässig höher.
2. Stell den Stiefel* heute schon hin. Nicht zum Füllen – zum Anschauen. Du siehst sofort, wie viel wirklich hineinpasst, und die Frage „reicht das?“ beantwortet sich von selbst. *Partnerlink
3. Schreib auf, was zu Weihnachten kommt. Zwei Sätze auf einen Zettel. Das ist der einzige verlässliche Schutz davor, am 6. Dezember versehentlich das Weihnachtsgeschenk vorwegzunehmen.
Nikolaus Geschenk Ideen: Was bei uns im Stiefel landet
Die Klassiker, die den Stiefel füllen (1–3 €)
Sie sind der Grund, warum der Stiefel überhaupt voll aussieht – und der günstigste Teil des Ganzen: eine Mandarine, ein paar Walnüsse*, ein Schoko-Nikolaus*, Lebkuchen, ein Apfel. Klingt nach Großelterngeneration, funktioniert aber weiterhin: Kinder packen aus, und dabei zählt Menge mehr als Wert. *Partnerlinks
Ein Hinweis zur Planung: Schokolade ist gerade auffällig teuer geworden – laut Statistischem Bundesamt haben sich Schokoladentafeln im Oktober 2025 um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert, Pralinen um über 20 Prozent. Nüsse und Obst dagegen sind fast unverändert. Wer den Stiefel voll bekommen will, ohne mehr auszugeben, verschiebt das Verhältnis einfach.
Das Buch – die Idee, die am häufigsten passt (8–15 €)
Ein Buch hat für den Nikolausstiefel drei Vorteile auf einmal: Es passt hinein, es ist im Budget, und es beschäftigt länger als alles andere in der Liste. Bei uns liegt seit Jahren eins drin, und es ist das Einzige, das im Januar noch benutzt wird.
Nach Alter sortiert: Für Kinder von drei bis fünf ein Wimmelbuch* oder ein Pappbilderbuch, das sie allein anschauen können. Von fünf bis sieben ein Vorlesebuch mit kurzen, abgeschlossenen Geschichten – lange Kapitelbücher überfordern in dieser Phase. Ab sieben wird es interessant: Da funktionieren Sachbücher* oft besser als Geschichten, weil Kinder anfangen, Dinge wissen zu wollen, statt sich etwas erzählen zu lassen. *Partnerlinks
Silbenbücher: die richtige Wahl mitten im Lesenlernen (8–12 €)
Es gibt eine Phase, in der ein Buch im Stiefel danebengehen kann – nämlich genau dann, wenn ein Kind gerade lesen lernt. Vorlesen findet es plötzlich zu babyhaft, selbst lesen ist aber noch anstrengend. In diesem Fenster, ungefähr zwischen dem Ende der ersten und der Mitte der zweiten Klasse, sind Silbenbücher die beste Antwort, die ich kenne.
Was das ist: Bücher, in denen jede Sprechsilbe abwechselnd in zwei Farben gedruckt ist. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber die Arbeit, die ein Kind leisten muss. Statt einen Buchstabenblock wie „Schmetterling“ am Stück zu entziffern, sieht es Schmet-ter-ling – drei Portionen, die einzeln lesbar sind. Die Silbenmethode ist an deutschen Grundschulen weit verbreitet, weil die deutsche Schrift silbenbasiert aufgebaut ist: Wir sehen Buchstaben, aber wir sprechen Silben.
Bei uns war das der Kipppunkt. Vorher hat mein Sohn lange Wörter geraten – er hat den Anfang gelesen und den Rest erfunden. Mit zweifarbigen Texten hat er angefangen, sie tatsächlich zu erlesen. Nicht weil er plötzlich besser lesen konnte, sondern weil die Aufgabe kleiner geworden ist.
Und das ehrliche Gegenargument, das dazugehört: Nicht alle Fachleute halten die vorgegebene Zweifarbigkeit für sinnvoll. Der Therapeutenverband der zertifizierten LRS-Therapie nach Reuter-Liehr lehnt sie ausdrücklich ab, weil sie dem Kind das eigenständige Herausfinden der Silbe abnimmt. Meine Erfahrung deckt sich damit nicht – aber du solltest wissen, dass es keine unumstrittene Methode ist. Beruhigend ist immerhin: Der Übergang zu einfarbigen Texten bereitet laut den Verlagen keine Probleme. Sobald ein Kind flüssig liest, liest es jeden Text.
Worauf ich beim Kauf achte: kurze, abgeschlossene Geschichten statt eines langen Kapitelbuchs – ein Erstleser braucht das Erfolgserlebnis „fertig“. Große Schrift, viel Weißraum, wenige Zeilen pro Seite. Und ein Thema, das das Kind ohnehin schon mag; das entscheidet mehr über den Erfolg als jede Didaktik. Pferde, Einhorn, Fußball, Dinos – was zieht, zieht.
Kleine Dinge mit großer Wirkung (3–10 €)
Eine Taschenlampe*. Mein unangefochtener Sieger. Im Dezember wird es um vier Uhr dunkel, und eine eigene Lampe verwandelt jeden Heimweg in eine Expedition. Nichts in diesem Artikel hat bei uns pro Euro mehr Freude gemacht.
Ein Kartenspiel*. Passt in jede Jackentasche, funktioniert im Wartezimmer und beim Warten aufs Essen – und es sind die Dezemberabende, an denen so etwas plötzlich gebraucht wird.
Ein Kirschkernkissen*. Unspektakulär beim Auspacken, aber es liegt danach jeden Abend im Bett. Und in der Erkältungssaison ist es das Erste, wonach gefragt wird.
Ein Stickerheft* oder ein Malblock* – die Kategorie, die im Auto und im Restaurant rettet.
Ein Springseil* oder ein Flummi. Für Kinder, die nach vier Stunden Kita oder Schule vor allem Bewegung brauchen. *Partnerlinks
Erlebnisse statt Dinge (0–10 €)
Die Kategorie, die bei uns am längsten nachgewirkt hat – und die im Stiefel nur als Zettel liegt: ein Gutschein für einen Kinonachmittag, für Schlittschuhlaufen, fürs Plätzchenbacken zu zweit, für „du darfst heute bestimmen, was es zum Abendessen gibt“.
Der ehrliche Haken: Ein Gutschein-Zettel ist beim Auspacken eine Enttäuschung, wenn er allein im Stiefel liegt. Er funktioniert als Ergänzung, nicht als Ersatz. Bei kleinen Kindern zusätzlich ein Bild dazumalen – vier Jahre alte Kinder lesen keine Gutscheine.
Selbstgemachtes, das trotzdem nach Geschenk aussieht (unter 2 €)
Wenn du ohnehin mit den Kindern bastelst, wandert das Ergebnis auch in den Stiefel der Geschwister oder der Großeltern: selbstgemachte Knete in einer kleinen Dose, Fruchtgummis aus Saft im Schraubglas oder Salzteig-Anhänger mit dem Namen darauf.
Kostenlos für dich
Affirmationsposter für Kinder – kostenlos
Das kleinste Geschenk in diesem Artikel kostet nichts und hängt trotzdem noch im März an der Tür: kurze Mutmach-Sätze in Kinderzimmer-Optik, zum Ausdrucken auf normalem Papier. Passt zusammengerollt übrigens in jeden Stiefel.
Was ich nicht mehr in den Stiefel lege
Geschenke, die an „artig sein“ gekoppelt sind
Der Satz „Der Nikolaus schaut, ob du brav warst“ liegt nah, und er wirkt kurzfristig sogar. Trotzdem ist er bei uns rausgeflogen. Er macht aus einem schönen Morgen eine Prüfung – und aus einem Kind, das sich freut, eines, das sich erleichtert fühlt, noch mal davongekommen zu sein.
Interessant ist, dass die Deutschen selbst gespalten sind: In einer YouGov-Umfrage lehnt knapp die Hälfte der Befragten die Figur des strafenden Knecht Ruprecht ab, die andere Hälfte findet, er gehört dazu. Es gibt hier also keine Tradition, gegen die man verstößt. Bei uns kommt der Nikolaus zu allen Kindern, ohne Bedingung.
Alles, was größer ist als der Stiefel
Das ist die einfachste Regel, die ich kenne, und sie ersetzt jede Budgetdiskussion. Passt es nicht hinein, ist es ein Weihnachtsgeschenk. Punkt. Sobald Tüten und Kartons danebenstehen, hast du den natürlichen Rahmen aufgelöst – und dann gibt es keinen Grund mehr, irgendwo aufzuhören.
Etwas, das zu Weihnachten sowieso kommt
Klingt banal, passiert aber ständig: Man kauft im November das Puzzle für den Stiefel und im Dezember das größere Puzzle derselben Reihe fürs Fest – und am 24. ist die Überraschung weg. Deshalb der Zettel aus der Sofort-Tipp-Box. Zwei Sätze, aber sie retten Heiligabend.
📊 Häufige Fehler – aus meiner eigenen Sammlung
Ohne Budget losstöbern. Zehn Euro werden dann zwanzig, und danach fühlt sich Weihnachten klein an. Lösung: Zahl vorher festlegen.
Bei Geschwistern nicht auf Gleichwertigkeit achten. Kinder rechnen nicht in Euro, sondern in Anzahl. Drei kleine Dinge schlagen ein größeres – auch wenn es dasselbe gekostet hat.
Alles auf einmal auspacken lassen. Nach dem fünften Ding schaut niemand mehr hin. Lösung: weniger reinlegen, dafür jedes einzeln anschauen.
Den Stiefel zu spät hinstellen. Bei uns ist das Hinstellen am Abend vorher inzwischen der schönere Teil – mehr Vorfreude als am Morgen selbst.
Sich an Fotos aus dem Netz messen. Siehe Studienblock: 43 Prozent legen ausschließlich Süßigkeiten hinein. Die anderen Stiefel sind nur besser ausgeleuchtet.
Nikolaus Geschenk Ideen nach Alter
2 bis 3 Jahre. Kleinigkeiten zum Anfassen: ein Pappbilderbuch*, ein Holzauto*, Knete, eine Mandarine. Keine Kleinteile, kein Glitzer. In diesem Alter ist das Auspacken selbst schon das Geschenk – rechne damit, dass das Papier interessanter ist als der Inhalt. *Partnerlinks
4 bis 6 Jahre. Die Taschenlampe, ein Vorlesebuch mit kurzen Geschichten, Sticker, ein Malblock, Fingerfarben. Gutscheine funktionieren jetzt zum ersten Mal – aber nur mit einem gemalten Bild dazu.
7 bis 9 Jahre. Steckt dein Kind noch mitten im Lesenlernen, ist ein Silbenbuch die bessere Wahl als ein normales Erstlesebuch. Danach kommt das Alter, in dem Sachbücher plötzlich funktionieren: Kinder wollen jetzt Dinge wissen und weitererzählen. Dazu Kartenspiele, ein eigenes Notizbuch*, ein Springseil. *Partnerlink
10 bis 12 Jahre. Hier wird es ehrlich schwieriger, weil sich die Wünsche in Richtung teurer Technik verschieben. Was bei uns funktioniert hat: etwas Persönliches statt etwas Kleinerem – ein Buch zum aktuellen Lieblingsthema, ein Gutschein für einen Nachmittag zu zweit ohne Geschwister.
Fünf Bücher, die bei uns im Stiefel lagen
💗 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
250 Fakten für clevere Kids
Das ist genau die Sorte Buch, die ab etwa sieben Jahren funktioniert – wenn Kinder aufhören, sich Geschichten erzählen zu lassen, und anfangen, Dinge wissen zu wollen. 250 einzelne Fakten heißt: Man kann irgendwo aufschlagen, drei Minuten lesen und wieder zuklappen. Genau das passt zu einem Kind, das abends noch fünf Minuten hat, und es passt zu einem Stiefel, weil kein langer Handlungsfaden verlorengeht. Bei uns ist daraus ein Ritual geworden: ein Fakt beim Frühstück, und der wird dann in der Schule weitererzählt. Ehrliches Wort zur Schwäche: Für Kinder unter sechs ist es zu früh – da fehlt der Bezug, und ein Fakt ohne Geschichte drumherum bleibt nicht hängen. Und wer ein Buch sucht, das zum Vorlesen an einem Stück taugt, ist hier falsch: Es ist zum Blättern gemacht, nicht zum Durchlesen.
💗 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
Silbenbuch vom Pferdehof – Geschichten für Erstleser
Von allen Silbenbüchern, die bei uns lagen, war das mit den Pferden dasjenige, das am zuverlässigsten gelesen wurde – und zwar nicht wegen der Silbenfärbung, sondern wegen der Pferde. Genau das ist der Punkt bei Erstlesern: Das Thema trägt, die Didaktik hilft nur. Kurze Geschichten, große Schrift, zweifarbige Silben – ein Kind schafft eine Geschichte pro Abend und legt das Buch mit dem Gefühl weg, fertig geworden zu sein. Für den Stiefel passt es auch von der Größe. Ehrliches Wort zur Schwäche: Wenn dein Kind mit Pferden nichts anfangen kann, funktioniert es nicht – dann lieber ein Silbenbuch zum aktuellen Lieblingsthema, egal wie schön das Cover ist. Und für Kinder, die noch nicht alle Buchstaben sicher kennen, ist es zu früh; realistisch passt es ab etwa Weihnachten der ersten Klasse.
💗 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
Mila ist mutig – Silbenbuch mit 30 Mutmachgeschichten
Die Kombination, die ich für die erste Klasse am nützlichsten finde: Silbenfärbung fürs Lesen und Mutmach-Themen für die Phase, in der ein Kind ohnehin viel Neues aushält. 30 Geschichten heißt 30 Abende, an denen niemand überlegen muss, was gelesen wird. Wer lieber etwas Magisches möchte, findet dieselbe Machart in Lina und das Funkeleinhorn* mit 30 Silbengeschichten. Ehrliches Wort zur Schwäche: 30 Geschichten klingen nach viel, sind bei einem Kind, das gern liest, aber in sechs Wochen durch. Und wenn dein Kind noch keine Buchstaben sicher kennt, leg es in den Schrank – zu früh gekauft landet es ungelesen im Regal und wird dann auch später nicht mehr angefasst.
💗 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
Mutige Mädchen wie du – 20 Mutmachgeschichten
Für die Altersgruppe darunter, also etwa fünf bis sieben: kurze, abgeschlossene Geschichten zum Vorlesen, die an einen Abend passen. Jede hat eine Gesprächsfrage dabei, und über genau die ist bei uns abends manches zur Sprache gekommen, was tagsüber nicht kam. Für den Dezember passt es besonders, weil in dieser Zeit viel Aufregung und wenig Ruhe im Kalender steht. Ehrliches Wort zur Schwäche: Geschichte plus Affirmation plus Aufgabe ist an manchen Abenden zu viel Programm – dann lässt man alles außer der Geschichte weg, das funktioniert auch. Und manche Kinder finden den Affirmationsteil zu erwachsen; überspring ihn einfach.
💗 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
Mutige Jungs wie du – 20 Mutmachgeschichten
Dieselbe Reihe, dieselbe Länge, andere Geschichten. Bei uns lag es im Stiefel meines Sohnes, als er fünf war, und wir haben es bis in den Februar hinein abends gelesen – deutlich länger, als ein Spielzeug in dem Jahr gehalten hat. Genau das ist mein Argument für Bücher im Stiefel: Sie sind die einzige Kategorie, die im Januar noch benutzt wird. Ehrliches Wort zur Schwäche: Zwanzig Geschichten sind schnell durch, wenn jeden Abend gelesen wird – rechne mit drei bis vier Wochen. Und wenn dein Kind bereits selbst liest, ist es eher zu leicht; dann passt eines der Silbenbücher oben besser.
*Werbung/Partnerlinks: Wenn du darüber kaufst, bekomme ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Nötig ist von all dem nichts; eine Mandarine und eine Taschenlampe machen einen guten Nikolausmorgen. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
Noch etwas für die Wand
Affirmationsposter für Kinder – kostenlos
Kurze Mutmach-Sätze zum Ausdrucken auf normalem Papier. Kostet nichts, passt an jede Tür – und in eine Adventszeit, in der viel gewartet und viel erwartet wird.
Häufige Fragen
Wie viel gibt man zu Nikolaus aus?
Laut einer Statista-Umfrage unter Eltern gibt rund ein Drittel bis zu 10 Euro pro Kind aus, und der Nikolaus liegt insgesamt deutlich unter Geburtstag und Weihnachten. Der Bereich, in dem sich die meisten bewegen, sind 10 bis 15 Euro. Wichtiger als die Zahl ist aber, dass sie vorher feststeht – wer erst stöbert und dann entscheidet, landet zuverlässig höher. Und noch wichtiger: Sie sollte deutlich unter dem liegen, was zu Weihnachten kommt.
Reicht wirklich nur Süßigkeiten und Obst?
Ja, und du bist damit sogar in der größten Gruppe: 43 Prozent der Befragten füllen den Stiefel ausschließlich mit Süßigkeiten. Weitere 44 Prozent kombinieren Süßes mit einer Kleinigkeit. Nur 10 Prozent legen ausschließlich Geschenke hinein. Wenn dich das schlechte Gewissen packt, weil in einer Elterngruppe ein Foto mit einem Lego-Set kursiert: Das ist die Minderheit, und sie ist nur besser fotografiert.
Welches Buch passt zu einem Kind, das gerade lesen lernt?
Ein Silbenbuch – also eines, in dem jede Sprechsilbe abwechselnd zweifarbig gedruckt ist. In der Phase zwischen Ende der ersten und Mitte der zweiten Klasse ist das oft der Unterschied zwischen Raten und Lesen: Aus „Schmetterling“ werden drei überschaubare Portionen. Achte auf kurze, abgeschlossene Geschichten, große Schrift und wenige Zeilen pro Seite. Und wähl das Thema nach dem Kind, nicht nach der Didaktik – Pferde, Einhorn oder Fußball entscheiden mehr über den Erfolg als die Silbenfärbung.
Was schenkt man einem Kind, das schon alles hat?
Verbrauchbares oder Zeit. Verbrauchbar heißt: Stifte, ein Malblock, Sticker, Backmischung, Knete – Dinge, die aufgehen und deshalb nie doppelt sind. Zeit heißt: ein Gutschein für einen Nachmittag zu zweit, ohne Geschwister. Genau das ist bei uns die Kategorie, an die sich die Kinder Jahre später noch erinnern, während sie beim besten Willen nicht mehr sagen können, welches Spielzeug im Stiefel lag.
Soll der Nikolaus prüfen, ob das Kind artig war?
Das ist eine Familienentscheidung, keine Traditionsfrage – die Deutschen sind selbst gespalten: In einer YouGov-Umfrage lehnt knapp die Hälfte der Befragten die Figur des strafenden Knecht Ruprecht ab. Wir haben es abgeschafft, weil es aus einem schönen Morgen eine Prüfung macht und weil Kinder in dem Alter die Verbindung zwischen ihrem Verhalten im Oktober und einem Stiefel im Dezember ohnehin nicht herstellen. Wer die Figur mag, kann sie behalten – nur ohne Drohung dahinter.
Wann stellt man die Stiefel raus?
Am Abend des 5. Dezember, gefüllt wird über Nacht – der Nikolaustag ist der 6. Dezember. Ein praktischer Hinweis, der bei uns viel Ärger erspart hat: Nimm nicht den echten Winterstiefel, den dein Kind am nächsten Morgen anziehen muss. Ein extra Nikolausstiefel zum Aufhängen* oder ein Gummistiefel funktionieren besser – und du hast morgens keine Schokoladenreste im Schuh. *Partnerlink
Das passt in die Adventszeit
Gummibärchen selber machen – aus 200 ml Saft werden 100 Stück. Im kleinen Schraubglas das selbstgemachte Geschenk für den Stiefel.
Knete selber machen – ein Kilo für unter einen Euro, portioniert in kleinen Dosen.
Salzteig selber machen – für Anhänger mit Namen darauf, die den ganzen Dezember am Baum hängen.
Geschenke zum Schulanfang – dieselbe Frage, anderer Anlass: Was kommt wirklich an, und was landet in der Schublade?
Selbstvertrauen deines Kindes stärken – das Geschenk, das in keinen Stiefel passt und trotzdem am längsten hält.
Stefanie
Mama von zwei Kindern, die ehrlich über den Alltag schreibt – mit allem, was daneben geht. Hier auf dem Blog geht es um Familienfeste, Rituale und Themen wie Nikolaus Geschenk Ideen: ausprobiert, mehrfach übertrieben und ohne Hochglanz. Wenn du bis hierhin gelesen hast: Du machst das gut. Wirklich.















