Schoko Bons Plätzchen

Schoko Bons Plätzchen: Warum du die Schoko Bons vorher einfrieren solltest

🎂 Backrezept

Schoko Bons Plätzchen: Warum du die Schoko Bons vorher einfrieren solltest

Mürbeteigkugeln mit flüssigem Kern – mit dem Vorsprung, den der Teig braucht, und der Naht, an der es sonst ausläuft.

Schoko Bons Plätzchen
Der Kern ist noch flüssig – weil das Bon gefroren in den Ofen ging 

Das Blech war eine Pfütze.

Zwanzig hübsche Teigkugeln waren hineingegangen, und heraus kamen zwanzig flache Fladen, aus denen an einer Seite eine braune Lache gelaufen war. Die Kugeln selbst waren hohl. Von den Schoko Bons war nichts mehr drin.

Der Grund ist ein Wettlauf, den man verlieren muss, wenn man ihn nicht kennt. Schokolade schmilzt bei etwa 34 Grad. Mürbeteig braucht rund zwölf Minuten bei 190 Grad, um fest zu werden. Ein zimmerwarmes Schoko Bon ist also schon flüssig, wenn der Teig außen gerade erst anfängt zu stocken – und flüssige Schokolade findet jede Schwachstelle im Mantel.

Die Lösung ist so simpel, dass ich sie zuerst nicht geglaubt habe: Friere die Schoko Bons vorher ein. Ein durchgefrorenes Bon braucht mehrere Minuten, bis es überhaupt auf Schmelztemperatur kommt – und genau diese Minuten sind der Vorsprung, den der Teig braucht. Wenn die Schokolade innen weich wird, ist die Hülle außen längst fest.

Zwei Stunden im Gefrierfach reichen, über Nacht ist besser. Und sie kommen direkt aus dem Gefrierfach in den Teig, nicht fünf Minuten vorher heraus.

Was diese Schoko Bons Plätzchen ausmacht

Von außen sind es unauffällige, mit Puderzucker bestäubte Kugeln – man sieht ihnen nichts an. Beim Durchbrechen kommt ein weicher, noch flüssiger Schokoladenkern zum Vorschein, und genau dieser Moment ist der Grund für das ganze Rezept. Bei uns war das Geräusch am Tisch beim ersten Mal ein kollektives „ohh“.

Der Teig ist ein klassischer Mürbeteig mit etwas gemahlener Haselnuss – die nimmt den Nussanteil aus dem Bon auf, sodass es geschmacklich zusammengehört statt nur nebeneinander zu liegen.

Und der ehrliche Teil: Diese Plätzchen sind kein Vorratsgebäck. Der flüssige Kern ist nur am ersten Tag flüssig; danach ist er fest und die Kugeln schmecken wie ein normales, sehr gutes Nussplätzchen. Nicht schlecht, aber eben nicht mehr der Überraschungseffekt. Back sie also für den Tag, an dem sie gegessen werden.

⏱️ Zeit

20 Min. Arbeit + 2 Std. Gefrieren + 13 Min. Ofen

🔥 Backen

190 °C Ober-/Unterhitze · 170 °C Umluft · 11–13 Min.

🍪 Ergibt

ca. 20 Plätzchen

📊 Schwierigkeit

einfach – aber die Naht muss dicht sein

Zutaten für ca. 20 Plätzchen

250 g Weizenmehl Type 405

50 g gemahlene Haselnüsse* – nehmen den Nussanteil aus dem Bon auf

80 g Puderzucker*, gesiebt – plus etwas zum Bestäuben

150 g kalte Butter in Würfeln

1 Ei (Größe M), kalt

1 Prise Salz und 8 g Vanillezucker

20 Schoko Bons – seit mindestens zwei Stunden im Gefrierfach

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🚨 Drei Dinge, bevor die Kinder danach greifen

Der Kern ist deutlich heißer als die Hülle – und genau das sieht man ihm nicht an. Wenn die Kugel außen schon handwarm ist, kann die flüssige Schokolade innen noch ordentlich Hitze haben. Ein Kind, das gleich hineinbeißt, verbrennt sich am Gaumen. Lass die Plätzchen deshalb mindestens fünfzehn Minuten abkühlen, bevor sie auf den Tisch kommen, und sag beim Servieren dazu, dass sie innen flüssig sind. Bei kleinen Kindern brich das erste selbst auf.

Haselnuss. Schoko Bons enthalten Haselnuss, und dazu kommen die gemahlenen Nüsse im Teig – das ist einer der häufigsten Allergieauslöser. Wenn du für eine Gruppe backst, für die Kita oder den Kindergeburtstag, sag es dazu oder schreib es auf ein Kärtchen. Wer die Nüsse im Teig weglassen will: einfach durch 50 g mehr Mehl ersetzen, das funktioniert.

Und der rohe Teig. Beim Kugelnrollen wandert erfahrungsgemäß einiges direkt in den Mund. Roher Mürbeteig enthält rohes Mehl und rohes Ei; das Bundesinstitut für Risikobewertung rät gerade kleinen Kindern vom Naschen an ungebackenem Teig ab. Nach dem Rollen also Hände waschen, und die Schüssel nicht auslecken lassen.

Schoko Bons Plätzchen Schritt für Schritt

Schritt 1: Schoko Bons einfrieren (2 Stunden vorher)

Schoko Bons Plätzchen
Schritt 1: Ausgepackt, mit Abstand, mindestens zwei Stunden 

Bons auspacken, mit Abstand auf einen Teller legen und mindestens zwei Stunden ins Gefrierfach – über Nacht ist besser. Ausgepackt, weil sie sonst am Papier festkleben, wenn sie wieder herauskommen.

Warum das der ganze Trick ist: Es geht nicht darum, dass die Schokolade fest ist – das ist sie bei Zimmertemperatur auch. Es geht um die Wärmemenge, die nötig ist, um sie auf Schmelztemperatur zu bringen. Ein Bon mit minus achtzehn Grad muss erst einmal um über fünfzig Grad erwärmt werden, bevor überhaupt etwas passiert. In dieser Zeit backt der Teig außen fest.

Und deshalb gilt: Sie kommen erst aus dem Gefrierfach, wenn der Teig ausgerollt und portioniert vor dir liegt. Jede Minute auf der Arbeitsplatte kostet dich Vorsprung.

Schritt 2: Mürbeteig kneten – kurz und kalt (10 Minuten)

Mehl, gemahlene Haselnüsse, gesiebten Puderzucker, Vanillezucker und Salz mischen. Kalte Butterwürfel und das Ei dazu und rasch zu einem glatten Teig verkneten – nur so lange, bis er zusammenhält.

Warum kurz und mit kalter Butter: Mürbeteig wird mürbe, weil das Fett die Mehlpartikel umhüllt und verhindert, dass sich Klebereiweiß bildet. Wer lange knetet oder warme Butter nimmt, bekommt einen elastischen Teig – und daraus werden harte Plätzchen, die beim Formen außerdem reißen. Und ein gerissener Mantel ist bei diesem Rezept fatal.

30 Minuten in den Kühlschrank, in Folie gewickelt. Ein kalter Teig lässt sich sauber portionieren und klebt beim Formen nicht an den Händen.

Schritt 3: Ummanteln – und hier entscheidet sich alles (15 Minuten)

Schoko Bons Plätzchen
Schritt 3: Teig hochziehen, Naht fest zusammendrücken 

Teig in 20 gleich große Portionen teilen, etwa 25 g pro Stück. Jede Portion zwischen den Handflächen zu einer flachen Scheibe von rund 6 cm drücken. Ein gefrorenes Bon in die Mitte setzen, den Teig ringsum hochziehen, oben zusammendrücken und die Kugel zwischen den Händen glatt rollen.

Die Naht ist die Sollbruchstelle. Flüssige Schokolade findet jeden Spalt, und wenn sie einen findet, ist die Kugel hinterher hohl und das Blech eine Pfütze. Drück die Naht deshalb wirklich fest zusammen und roll die Kugel danach noch einmal rund, damit sie verschwindet. Und leg sie mit der Naht nach unten aufs Blech – falls doch etwas undicht ist, läuft es nach unten und nicht über die ganze Kugel.

Woran du erkennst, dass es passt: Die fertige Kugel hat keine sichtbare Naht mehr und keine dünne Stelle, durch die das Bon durchschimmert. Fühlt sie sich irgendwo dünner an als anderswo, drück etwas Teig von der dicken Seite dorthin.

Für gleich große Kugeln: Teile den Teig zuerst in vier gleiche Stücke, dann jedes in fünf. Das geht nach Augenmaß besser als zwanzig einzelne Portionen abzuschätzen – und gleich große Kugeln sind gleichzeitig fertig, was bei dreizehn Minuten Backzeit durchaus zählt.

Schritt 4: Backen – 11 bis 13 Minuten bei 190 Grad

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Schritt 4: Naht nach unten, drei Zentimeter Abstand 

Kugeln mit etwa drei Zentimetern Abstand aufs Blech setzen und sofort in den vorgeheizten Ofen – nicht erst alle zwanzig fertig formen und dann backen, sonst tauen die ersten schon wieder auf. Wer gründlich arbeiten will, formt zehn, backt sie, und formt in der Zeit die nächsten zehn.

11 bis 13 Minuten bei 190 °C Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene.

Warum 190 und nicht 180 Grad: Auch hier geht es um den Wettlauf. Je schneller die Hülle fest wird, desto weniger Zeit hat die Schokolade, sich einen Weg nach draußen zu suchen. Bei 170 Grad und zwanzig Minuten wäre das Ergebnis deutlich schlechter, obwohl der Teig am Ende genauso durch wäre.

Woran du erkennst, dass sie fertig sind: Die Unterseiten und die unteren Ränder sind hell goldbraun, die Oberseite bleibt blass. Die Kugel fühlt sich beim vorsichtigen Antippen außen fest an. Wart nicht darauf, dass sie oben Farbe bekommen – dann ist der Kern längst nicht mehr flüssig.

Danach zehn Minuten auf dem Blech ruhen lassen, erst dann vorsichtig auf ein Gitter heben. Frisch aus dem Ofen sind sie innen weich und brechen beim Anfassen auseinander. Und mit Puderzucker bestäubt wird erst, wenn sie handwarm sind – auf heißen Kugeln schmilzt er sofort weg.

💡 Der Insider-Trick: eine Probekugel zuerst

Back eine einzelne Kugel vor, bevor das ganze Blech in den Ofen kommt. Elf Minuten, dann aufschneiden und schauen. Das klingt nach Umstand, ist aber die einzige Möglichkeit, deinen Ofen für dieses Rezept zu kalibrieren – und der Unterschied zwischen elf und dreizehn Minuten ist hier größer als bei fast jedem anderen Gebäck.

Was du dabei siehst: Ist der Kern noch flüssig und der Teig innen an der Naht noch feucht, gib eine Minute dazu. Ist der Kern schon fest, geh beim nächsten Blech eine Minute runter. Und wenn die Kugel ausgelaufen ist, lag es nicht an der Zeit, sondern an der Naht – dann drück die restlichen fester zusammen.

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⚠️ Back-Fehler: Problem, Ursache, Lösung

Die Schokolade ist ausgelaufen, die Kugel ist hohl. Ursache: undichte Naht oder eine zu dünne Stelle im Mantel. Lösung: Naht fest zusammendrücken, Kugel rundrollen, Naht nach unten legen. Und den Teig nicht zu dünn ausdrücken – 25 g pro Kugel sind das Minimum.

Der Kern ist fest statt flüssig. Ursache: zu lange gebacken, oder die Bons waren nicht mehr durchgefroren. Lösung: ab Minute 11 kontrollieren, Bons erst kurz vor dem Formen herausnehmen.

Die Kugeln sind flach geworden. Ursache: Der Teig war zu warm. Lösung: Teig 30 Minuten kühlen, und bei warmer Küche die geformten Kugeln vor dem Backen noch zehn Minuten in den Kühlschrank.

Der Teig reißt beim Formen. Ursache: zu wenig geknetet oder zu kalt direkt aus dem Kühlschrank. Lösung: fünf Minuten anwärmen lassen, dann formen. Kleine Risse mit dem Daumen zudrücken.

Die Plätzchen sind hart. Ursache: zu lange geknetet oder warme Butter. Lösung: nur bis zum Zusammenhalten kneten.

Der Puderzucker ist verschwunden. Ursache: zu früh bestäubt. Lösung: erst bestäuben, wenn die Kugeln nur noch handwarm sind – notfalls ein zweites Mal kurz vor dem Servieren.

🔄 Drei Abwandlungen

Mit anderer Füllung: Das Prinzip funktioniert mit allem, was gefroren in den Teig geht – Rocher, Toffifee, ein Stück Nuss-Nougat-Creme, das du vorher in einer Eiswürfelform eingefroren hast. Bei Karamellfüllungen brauchst du sogar eher noch mehr Vorsprung, also lieber über Nacht einfrieren.

In Nüssen gewälzt statt Puderzucker: Die geformten Kugeln vor dem Backen in ein verquirltes Eiweiß und dann in gehackte Haselnüsse rollen. Sieht deutlich weniger nach Plätzchen und mehr nach Konditorei aus – und die Nusskruste verlangsamt die Hitze zusätzlich.

Ohne Nüsse im Teig: Die 50 g gemahlene Haselnüsse durch 50 g Mehl ersetzen. Der Teig wird dadurch etwas neutraler und heller. Für Kinder, die Nüsse im Gebäck grundsätzlich ablehnen, ist das die bessere Variante – im Bon selbst steckt ohnehin Haselnuss.

🧊 Vorbereiten und aufbewahren

Am Vortag: Bons einfrieren und den Teig zubereiten – der hält zugedeckt zwei Tage im Kühlschrank. Am Backtag bleiben dann noch 15 Minuten Formen und 13 Minuten Ofen.

Geformte Kugeln einfrieren: funktioniert hervorragend und ist der eigentliche Vorratstrick bei diesem Rezept. Roh geformt auf einem Blech vorfrieren, dann in eine Dose. Direkt aus dem Gefrierfach backen, mit zwei Minuten Aufschlag – und der Kern ist garantiert flüssig, weil das Bon ja ohnehin gefroren ist.

Fertig gebacken: luftdicht drei bis vier Tage. Der flüssige Kern hält allerdings nur am ersten Tag; danach ist er fest. Kurz aufbacken hilft: fünf Minuten bei 150 °C, dann wird er wieder weich.

Nicht im Kühlschrank lagern – dort werden Mürbeteigplätzchen schnell trocken und die Schokolade bekommt einen grauen Belag.

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Bei Mürbeteig hat sie einen Vorteil, der über Bequemlichkeit hinausgeht: Sie arbeitet die kalte Butter unter, ohne sie mit Handwärme zu erweichen – und genau davon hängt hier ab, ob der Teig beim Formen reißt oder nicht. Von Hand ist das bei 150 g Butter eine warme Angelegenheit. Bei uns läuft sie durch die ganze Weihnachtsbäckerei und danach für Hefeteig und Rührkuchen. Ehrliches Wort zur Schwäche: Sie ist die teuerste Anschaffung auf dieser Seite und steht bei vielen nach einem Jahr im Keller. Wer zwei- bis dreimal im Jahr backt, kommt mit einem Handrührgerät und kalten Händen genauso weit – arbeite dann einfach zügiger. Und achte auf die Schüsselgröße: Unter drei Litern wird jede doppelte Portion mühsam.

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Dieses Rezept hat einen Teil, der wie gemacht für Kinder ist: das Ummanteln. Teigscheibe drücken, Bon hineinlegen, zusammenklappen, rundrollen – das ist Kneten mit einem klaren Ziel, es dauert lange, und man kann dabei nichts kaputt machen außer der Naht. Ein eigenes Set aus Schürze, Schüssel und Werkzeug macht daraus „ich mache die Kugeln“ statt „darf ich auch mal“. Ehrliches Wort zur Schwäche: Das meiste davon hast du in Erwachsenengröße längst da – das hier ist Motivation, keine Ausrüstung. Und rechne damit, dass die ersten fünf Kugeln undicht sind. Back sie trotzdem mit, sie schmecken genauso.

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Der Grund, warum er hier steht und nicht in irgendeinem anderen Rezept: Gleich große Kugeln sind hier keine Optik-Frage, sondern der Unterschied zwischen flüssigem und festem Kern. Eine Kugel mit 20 g Teig ist nach elf Minuten durch, eine mit 32 g braucht vierzehn – und wenn beide gleichzeitig auf dem Blech liegen, ist eine von beiden misslungen. Ein Portionierer löst das in einer Bewegung. Bei uns ist er außerdem für Muffins und Frikadellen im Einsatz. Ehrliches Wort zur Schwäche: Eine Küchenwaage tut dasselbe, nur langsamer – und für zwanzig Kugeln ist der Zeitunterschied überschaubar. Wer selten backt, teilt den Teig einfach in vier Stücke und jedes in fünf; das reicht völlig.

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Häufige Fragen

Muss ich die Schoko Bons wirklich einfrieren?

Es geht auch ohne – nur wird das Ergebnis ein anderes. Ein zimmerwarmes Bon ist bereits flüssig, wenn der Teig außen gerade anfängt zu stocken, und sucht sich dann einen Weg durch die Naht. Das Einfrieren verschafft dem Teig mehrere Minuten Vorsprung, weil das Bon erst um über fünfzig Grad erwärmt werden muss. Zwei Stunden reichen, über Nacht ist besser. Und nimm sie erst heraus, wenn der Teig portioniert vor dir liegt.

Meine Schokolade ist ausgelaufen – woran lag es?

In neun von zehn Fällen an der Naht. Flüssige Schokolade findet jeden Spalt, und eine Kugel, die oben nur zugedrückt statt rundgerollt wurde, hat dort eine Schwachstelle. Drück die Naht fest zusammen, roll die Kugel danach glatt und leg sie mit der Naht nach unten aufs Blech. Zweite mögliche Ursache: Der Teigmantel war zu dünn – 25 g pro Kugel sind das Minimum. Und dritte: Die Bons waren beim Formen schon aufgetaut.

Kann ich die Plätzchen vorbereiten oder einfrieren?

Am besten funktioniert es, die geformten Kugeln roh einzufrieren – auf einem Blech vorfrieren, dann in eine Dose. Sie kommen direkt aus dem Gefrierfach in den Ofen, mit zwei Minuten Aufschlag, und der Kern ist dann garantiert flüssig. Das ist der praktischste Weg, weil du jederzeit sechs Stück backen kannst statt zwanzig. Fertig gebacken halten sie luftdicht drei bis vier Tage, der flüssige Kern allerdings nur am ersten Tag. Fünf Minuten bei 150 °C machen ihn wieder weich.

Ab welchem Alter können Kinder mitmachen und mitessen?

Beim Backen ab etwa vier: Das Ummanteln ist genau die richtige Aufgabe, weil es lange dauert und man nichts kaputt machen kann. Rechne damit, dass die ersten Kugeln undicht sind – back sie trotzdem mit. Beim Essen sind zwei Dinge wichtig: Der Kern ist deutlich heißer als die Hülle, also mindestens fünfzehn Minuten abkühlen lassen und bei kleinen Kindern das erste Plätzchen selbst aufbrechen. Und im Bon steckt Haselnuss – für Kinder unter vier ein Erstickungsrisiko und ein häufiger Allergieauslöser.

Funktioniert das auch mit anderen Süßigkeiten?

Ja, das Prinzip ist übertragbar – alles, was gefroren in den Teig geht, funktioniert. Rocher ergibt eine knusprigere Füllung, Toffifee eine karamelligere, und ein in der Eiswürfelform eingefrorener Löffel Nuss-Nougat-Creme ist die günstigste Variante. Bei Karamell brauchst du eher noch mehr Vorsprung als bei Schokolade, weil es zäh ausläuft statt zu tropfen – da würde ich über Nacht einfrieren. Was nicht funktioniert: alles mit hohem Wasseranteil, also Marmelade oder frisches Obst. Das kocht im Teig und sprengt ihn auf.

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Stefanie

Ich backe für eine Familie mit zwei Kindern und schreibe die Rezepte so auf, wie sie bei mir tatsächlich funktionieren – mit echten Gramm, echten Temperaturen und den Fehlversuchen dazu. Von Schoko Bons Plätzchen bis zum Sonntagskuchen: alles selbst gebacken, mehrfach verbockt, dann aufgeschrieben.

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